WLAN

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WebToGo oder WLAN

Inhaltsverzeichnis

Allgemein

WLAN (Wireless Local Area Network – drahtloses lokales Netzwerk) oder bei Alice WebToGo Nennt man eine drahtlose Verbindung zwischen einem oder mehreren Computern und einem WLAN-Modem, Router oder einfach Access Point. Diese Verbindung ersetzt nur die Kabelverbindung zum Computer oder Notebook, nicht wie viele irrtümlich meinen auch die vom Modem zur Telefondose. Da auch ein WLAN-Netzwerk genau wie ein „normales“ LAN und das WAN (Wide Area Network – Weitbereichsnetz. Wird im Deutschen oft synonym für das www – world wide web, also das Internet benutzt) auf dem TCP/IP-Protokol aufbaut lassen sich per LAN und WLAN angeschlossene Rechner problemlos miteinander vernetzen und auch die Verbindung Richtung Internet ist im Grunde identisch, abgesehen davon dass bei einem WLAN-Netzwerk, auch wenn es nur einen einzigen Computer beherbergt, erst die Verbindung zwischen Rechner und Access Point aufzubauen und zu schützen. Das ist verständlicherweise etwas schwieriger als ein Kabel von A nach B zu legen und auf beiden Seiten die richtige Buchse zu finden.

Standards

Es gibt für WLAN mehrere Standards die alle mit IEEE 802.11 beginnen. Das IEEE steht hier für das Institute of Electrical and Electronics Engineers welches den Standard ursprünglich 1997 festgelegt hat und seit dem auch die entsprechenden Erweiterungen definiert hat.

Aktuell genutzt werden in Deutschland die folgenden vier Standards: 802.11a, 802.11b, 802.11g und 802.11n.

802.11a

Der 802.11a Standard ist in Deutschland zwar schon seit 2002 freigegeben aber kaum verbreitet. Es ist der einzige der vier Standards der eine Frequenz von ca. 5,1 GHz nutzt und somit die Möglichkeit bietet dem teilweise doch schon überfüllten Frequenzbereich um 2,4 GHz zu entfliehen die alle anderen Standards, aber auch alle anderen mit Funk arbeitenden Geräte die in Deutschland im Handel sind, nutzen.

Da dieses Frequenzband auch von den Radaranlagen an Flughäfen genutzt wird

802.11b

Hierbei handelt es sich um den ersten in Deutschland weit verbreiteten Standard. Geräte die mit diesem Standard arbeiten haben eine Übertragungsrate von maximal 11 Mbit/sek. Und läuft wie alle folgenden im Frequenzbereich von 2,4 GHz. Reine 802.11-Geräte wird man im Handel nicht mehr finden, sie sind aber noch weit verbreitet.

802.11g

802.11g ist der Nachfolger von 802.11b, bietet mit 54 Mbit/sek. aber eine deutlich höhere Bandbreite. Geräte die diesen Standard unterstützen tragen auch oft die Bezeichnung b/g da sie abwärtskompatibel sind. Man kann also auch ein altes Notebook mit einem 802.11b Chip an einem neueren Router mit 802.11g verbinden, muss also nicht gleich alles neu kaufen. Beachten sollte man hierbei dass in einem Netzwerk immer der Partner mit den niedrigsten Werten der begrenzende Faktor ist. Hat man also seinen 802.11g WLAN Access Point mit mehreren Geräten verbunden von denen eines nur 802.11b unterstützt laufen alle Verbindungen nur mit maximal 11 Mbit/sek. Ausgenommen hiervon sind nur moderne Access Points die mehr als ein Netz aufbauen können, diese Geräte sind aber noch verhältnismäßig teuer.

Viele Hersteller werben mit einem so genannten Turbo-Modus der die doppelte Geschwindigkeit, also 108 Mbit/sek., schaffen soll, dies funktioniert aber, wenn überhaupt nur mit baugleichen Chips oder gar Geräten vom selben Hersteller. Oft werden Access Point und Adapter daher in einem Paket verkauft. Auch das funktioniert natürlich nur wenn kein anderes Gerät mit im Netz ist, ansonsten taktet sich der Access Point auf den kleinsten gemeinsamen Vielfachen herunter.

802.11n

802.11n hofft einmal ein Standard zu werden. Aktuelle Geräte arbeiten nach dem n-Draft 2.0 und die Hersteller erklären dass die Geräte nach der endgültigen Verabschiedung des Standards durch ein einfaches Firmware-Update angepasst werden können. Ob dies tatsächlich der Fall sein wird steht in den Sternen. Zum Einen heißt es der Standard wäre eigentlich schon fertig, es müsste nur noch hier und da gefeilt werden, zum Anderen ist als Fertigstellungsdatum nach meinen letzten Informationen 2009 angepeilt. Das ist recht viel Zeit für ein wenig feilen.

Trotzdem werden die Geräte dieses Quasi-Standards eifrig beworben und entsprechend gut verkauft. Die Geräte bieten eine maximale Bandbreite von bis zu 300 Mbit/sek. Und sind abwärtskompatibel zu b und g. Einige Geräte bieten auch die Möglichkeit zusätzlich das 5GHz Band, also den 802.11a, zu nutzen. Man kann also problemlos mehrere Netze parallel betreiben und auf ein anderes Band ausweichen wenn es auch dem anderen „zu voll wird“.

Vielfach werben die Hersteller auch damit dass die Geräte eine deutlich höhere Reichweite als 802.11g-Geräte haben und dass diese auch nutzbar ist wenn das Gerät sich auf den 802.11g-Standard runtertaktet. Ob da etwas dran ist kann ich nicht beurteilen, habe aber mit einem n-Draft Adapter eine saubere Verbindung (alle fünf Balken) durch zwei Betondecken hindurch aufbauen können während ein Notebook mit einem 802.11g Chip schon nach einer Etage „leichte Performanceverluste“ verzeichnete (da fehlten dann halt zwei Balken) ob dies jetzt nur am Standard, oder auch am Chip liegt…

Interessant ist dass diese Geräte, zumindest der Beschreibung nach, Unterschiedliche Geschwindigkeiten in einem Netz tolerieren sollen. n-Draft Access Points würden also auch mit einem b oder g Gerät im Netz mit n-Draft Adapter voller Bandbreite ansteuern und die älteren Geräte dann mit einer entsprechend niedrigeren ansteuern.

Verbindung

Das Erstellen einer WLAN Verbindung ist auf zwei Wegen möglich: Über die vom Hersteller mitgelieferte Treibersoftware und, zumindest bei einem aktuellen Betriebssystem, direkt über das Betriebssystem. Über das Betriebssystem ist es in der Regel wesentlich einfacher da die meisten Einstellungen wie z.B. die Art der Verschlüsselung automatisch erkannt werden bietet aber auch nur die Standards. Die mitgelieferte Software erfordert oft wesentlich mehr Arbeit bei der Konfiguration reizt aber auch alle Möglichkeiten und Funktionen des Adapters aus.

Da sich diese Software nicht nur von Hersteller zu Hersteller unterscheidet, sondern auch von Gerät zu Gerät, und es sogar bei einem Gerät, je nach installierter Firmware, teilweise deutliche Unterschiede geben kann ist hier eine allgemeine Hilfestellung kaum möglich, selbst die Hilfeseiten der Hersteller kommen bei den vielen Änderungen nicht immer hinterher. Aus diesem Grund können wir hier nur das Einrichten der Verbindung über das Betriebssystem beschreiben.


XP

Das Einrichten einer WLAN-Verbindung unter Windows XP mit dem SP2 ist relativ einfach. Normalerweise findet man bei einem aktiven WLAN-Adapter am Rechner in der Task-Leiste (bei der Uhr) das Symbol für das Drahtlose Netzwerk (einen Monitor mit ein paar Funkwellen darüber. Wenn dieses Symbol hier nicht angezeigt wird müssen wir in die Systemsteuerung, ansonsten bei Schritt 5 fortfahren.

Schritt 1: Klicke auf Start.

Schritt 2: Im Start-Menu dann auf Systemsteuerung (bei klassischem Startmenü: Einstellungen und Systemsteuerung) klicken.

Bild:WLAN_XP_1.JPG

Schritt 3: Wechsel zur klassischer Ansicht...

Bild:WLAN_XP_2.JPG

...und öffne dort die Netzwerkverbindungen

Bild:WLAN_XP_3.JPG

Schritt 4: Unter der Überschrift LAN oder Hochgeschwindigkeitsinternet sollte das Drahtlose Netzwerk zu finden sein. Wenn dieser Eintrag fehlt ist der WLAN-Adapter nicht oder nicht korrekt installiert. In diesem Fall sollte man noch einmal im Geräte-Manager prüfen und das Gerät ggf. noch einmal komplett neu installieren.

Schritt 5: Mit der rechten Maustaste auf das Symbol klicken und den Menüpunkt „verfügbare Drahtlose Netzwerke anzeigen“ auswählen. Windows sucht jetzt nach WLAN-Netzen in der Umgebung und zeigt sie in einem neuen Fenster an.

Bild:WLAN_XP_4.JPG

Schritt 6: Das eigene Netz auswählen. Bei Alice ist die voreingestellte SSID ( = Service Set Identifier – Name des Netzes) ALICE WLAN, teilweise gefolgt von einer Zahl. Die genaue Bezeichnung findet man auf der Unterseite des von Alice verschickten WLAN-Gerätes.

Bild:WLAN_XP_5.JPG

Wenn ein selbst gekaufter WLAN Access Point genutzt wird finden sich Informationen zu diesem Thema im Handbuch.

Schritt 7: Nachdem man das eigene Netz mit einem Doppelklick ausgewählt hat öffnet sich ein neues Fenster in dem ein Schlüssel gefordert wird. Auch dieser findet sich bei den von Alice gelieferten Geräten auf der Unterseite. Schlüssel eingeben und auf Verbinden klicken, Fertig.

Bild:WLAN_XP_6.JPG

Bild:WLAN_XP_7.JPG

Bei selbst gekauften Geräten findet man den Schlüssel auch im Handbuch. Viele Geräte werden ohne Verschlüsselung ausgeliefert, in diesem Fall entfällt die Frage nach dem Schlüssel, stattdessen erhält man einen Warnhinweis bezogen auf das ungesicherte Netzwerk. Diesen kann man für die erste Verbindung bestätigen und wegklicken, sollte aber darauf achten das Netzwerk auf jeden Fall zu verschlüsseln. Ein ungesichertes Netzwerk öffnet dem Missbrauch Tür und Tor, in diesem Fall sind nicht nur die eigenen Daten in Gefahr, nach aktuellen Urteilen kann man auch für Verstöße anderer die das ungesicherte Netz genutzt haben zumindest teilweise haftbar gemacht werden. Und da geht es nicht nur um illegale Downloads, möglicherweise steht auch der Staatsanwalt mit einer Anklage wegen Kinderpornographie vor der Tür und spätestens da hört der Spaß dann auf.

Wenn alles geklappt hat sollte das Drahtlose Netzwerk jetzt mit dem Zusatz Verbindung hergestellt ausgestattet sein. Das bedeutet es können jetzt Daten verschlüsselt zwischen PC und Access Point übertragen werden.

Achtung: Ein falsch eingegebener Schlüssel sorgt nicht für eine Fehlermeldung. Solange er die richtige Länge hat wird jeder Schlüssel klaglos akzeptiert, die Verbindung kommt nur nicht zustande. Bevor jetzt jemand auf die Idee kommt die Verbindung durch erneute Eingabe der Daten zu „reparieren“ sollte man lieber gleich den Weg des geringsten Widerstands nehmen und die Verbindung neu erstellen. Dazu muss aber erst unter den erweiterten Einstellungen die eben erstellte Verbindung aus der Liste der bevorzugten Netzwerke gelöscht werden.

Vista

Auch unter Vista sollte eine WLAN-Verbindung kein Problem darstellen.

Schritt 1: Klicke auf Start.

Schritt 2: Wähle den Punkt "Verbindung herstellen"

Bild:WLAN_Vista_1.JPG

Schritt 3: Stelle unter Anzeige Drahtlosnetzwerke ein und wähle das gewünschte Netzwerk aus der Liste aus. Bei Alice ist die voreingestellte SSID ( = Service Set Identifier – Name des Netzes) ALICE WLAN, teilweise gefolgt von einer Zahl. Die genaue Bezeichnung findet man auf der Unterseite des von Alice verschickten WLAN-Gerätes.

Bild:WLAN_Vista_2.JPG

Bild:WLAN_Vista_3.JPG

Wenn ein selbst gekaufter WLAN Access Point genutzt wird finden sich Informationen zu diesem Thema im Handbuch.

Schritt 7: Es öffnet sich ein neues Fenster. Geben Sie hier den Sicherheitsschlüssel ein. Kleine Empfehlung: Wenn man das Häkchen bei "Zeichen anzeigen" setzt sieht man statt der üblichen Sternchen tatsächlich was man eingibt. Dies ist grade bei umfangreicheren Schlüsseln zu empfehlen, aber auch bei nur acht Zeichen kann man sich leicht mal vertippen, und da Windows jeden Schlüssel ohne Warnung oder Fehlermeldung akzeptiert aber nur mit exakt dem Richtigen eine Verbindung herstellt…

Bild:WLAN_Vista_4.JPG

Auch dieser findet sich bei den von Alice gelieferten Geräten auf der Unterseite. Schlüssel eingeben und auf Verbinden klicken, Fertig.

Bei selbst gekauften Geräten findet man den Schlüssel auch im Handbuch. Viele Geräte werden ohne Verschlüsselung ausgeliefert, in diesem Fall entfällt die Frage nach dem Schlüssel, stattdessen erhält man einen Warnhinweis bezogen auf das ungesicherte Netzwerk. Diesen kann man für die erste Verbindung bestätigen und wegklicken, sollte aber darauf achten das Netzwerk auf jeden Fall zu verschlüsseln. Ein ungesichertes Netzwerk öffnet dem Missbrauch Tür und Tor, in diesem Fall sind nicht nur die eigenen Daten in Gefahr, nach aktuellen Urteilen kann man auch für Verstöße anderer die das ungesicherte Netz genutzt haben zumindest teilweise haftbar gemacht werden. Und da geht es nicht nur um illegale Downloads, möglicherweise steht auch der Staatsanwalt mit einer Anklage wegen Kinderpornographie vor der Tür und spätestens da hört der Spaß dann auf.

Schritt 8: Klicke auf Verbinden. Man sieht nun das Fenster "Verbindung mit ALICE WLAN wird hergestellt" in dem ein grüner Ladebalken hin und her läuft. Wenn alles glatt läuft erscheint nach kurzer Zeit die Meldung Verbindung mit ALICE WLAN wurde erfolgreich hergestellt. Man kann jetzt noch entscheiden ob man dieses Netzwerk speichert und in Zukunft automatisch starten möchte.

Bild:WLAN_Vista_5.JPG

Bild:WLAN_Vista_6.JPG

Bild:WLAN_Vista_7.JPG

Wenn sich das Fenster "Verbindung mit ALICE WLAN wird hergestellt", oft nach relativ langer Wartezeit, einfach schließt ohne dass die Erfolgsmeldung kommt ist der Verbindungsaufbau gescheitert. Jetzt beginnt die Fehlersuche.

Mac OS X

Auch dies sollte keinen vor größere Probleme stellen wobei sich leider die Oberflächen der verschiedenen Versionen (z.B. 10.3 und 10.5) in einzelnen Punkten unterscheiden.

Diese Beschreibung gilt für Mac OS X 10.5.

Schritt 1: Klicke auf das Apfelsymbol.

Schritt 2: Öffne die Systemeinstellungen und wähle dort den Punkt Netzwerk

Bild:OS_X_1.JPG

Schritt 3: Da es zumindest in den ersten Versionen von 10.5 Probleme mit dem angezeigten AirPort gab (das Netzwerk ließ sich einrichten funktionierte aber nicht) gilt hier die Empfehlung über die Buttons an der Auswahlliste links unten einen neuen Eintrag mit dem Namen AirPort zu erzeugen.

Bild:OS_X_2.JPG

Anschluss ist AirPort, den Dienstnamen kann man sich selbst ausdenken, z.B...

Bild:OS_X_3.JPG

Schritt 4: Noch einmal prüfen ob der AirPort aktiv ist und zur einfacheren Bedienung das Häkchen bei "AirPort-Status in der Menüleiste anzeigen" setzen.

Bild:OS_X_4.JPG

Schritt 5: Nach dem Klick auf AirPort aktivieren öffnet sich ein Fenster das alle gefundenen Netzwerke anzeigt. Wähle ALICE WLAN (gegebenenfalls mit einer Zahl dahinter, genaue Angaben findet man auf der Unterseite des Gerätes) aus. Wenn es sich nicht um ein von Alice geliefertes Gerät handelt findet man die Bezeichnung im Handbuch.

Schritt 6: Nach der Auswahl gibt man den Schlüssel ein. Bei den von Alice gelieferten Geräten ist ein WEP-Schlüssel voreingestellt den man auf der Unterseite des Gerätes findet bei anderen Geräten hilft wieder nur ein Blick ins Handbuch. Sollte das Gerät unverschlüsselt geliefert worden sein sollte dies die erste Handlung sein sobald man Zugriff auf das Gerät hat.

Wie bei Vista findet sich auch hier eine Funktion sich die Eingabe anzeigen zu lassen (Kennwort einblenden), diese sollte man auf jeden Fall nutzen.

Schritt 7: Klicke auf Verbinden

Leider fehlen mir Informationen ob und welche Fehlermeldungen Mac OS X ausspuckt falls hier etwas nicht wie vorgesehen klappt, Mac's sind ja allgemein etwas sparsamer mit solchen Meldungen. Falls hier jemand genauere Informationen hat…

Linux

Hier weiß ich leider noch nicht viel drüber. Ich weiß dass es funktioniert, aber oft an den fehlenden WLAN Treibern unter Linux scheitert. Aktuelle Linux Kernels sollen eine Funktion mitbringen die die Implementierung von Windows-Treibern erlaubt. Wenn hier jemand genauere Informationen hat bitte ergänzen.


Verschlüsselung

Jedes WLAN-Netzwerk sollte, nein muss verschlüsselt sein! Wer dies unterlässt macht sich nach der neueren Rechtsprechung zumindest mit strafbar wenn sein Anschluss von anderen Personen genutzt wird. Ich wiederhole hier noch einmal was oben schon geschrieben steht:

Ein ungesichertes Netzwerk öffnet dem Missbrauch Tür und Tor, in diesem Fall sind nicht nur die eigenen Daten in Gefahr, nach aktuellen Urteilen kann man auch für Verstöße anderer die das ungesicherte Netz genutzt haben zumindest teilweise haftbar gemacht werden. Und da geht es nicht nur um illegale Downloads, möglicherweise steht auch der Staatsanwalt mit einer Anklage wegen Kinderpornographie vor der Tür und spätestens da hört der Spaß dann auf.

Selbst wenn man unschuldig ist können Kosten auf einen zukommen und was es für einen bedeutet wenn die Polizei ihr wegen Kinderpornographie direkt vom Arbeitsplatz verhaftet und die komplette Hardware mitnimmt kann sich sicher jeder selbst ausmalen.

Trotzdem werden von verschiedenen Herstellern immer noch Geräte unverschlüsselt ausgeliefert um dem Kunden die Erstinstallation zu erleichtern. Da der Nutzer dann aber nicht gezwungen wird im nächsten Schritt sein Netz zu schützen findet man immer noch reihenweise offene Netze, auch wenn in den Medien immer wieder auf die Gefahren hingewiesen werden.

Möglicherweise löst sich dieses Problem in Zukunft durch neue Geräte mit einer neuen One-Button-Funktion durch die sich entsprechende Geräte automatisch an einem bestimmten Netz anmelden solange es hierfür aber noch keinen Standard gibt und die unterschiedlichen Hersteller ihr eigenes Süppchen kochen…

Die Verschlüsselung hat im Gegensatz zur Vorstellung vieler Nutzer nichts mit der Übertragungsrate zu tun, wenn man davon absieht dass durch die Verschlüsselung ein Teil der nutzbaren Bandbreite verloren geht. Da im Gegensatz zu einem Kabel das geschützt in den eigenen vier Wänden liegt und nur minimal strahl bei einer solchen WLAN-Verbindung die Informationen in alle Richtungen gleich verbreitet werden, nicht nur in die in der der eigene Empfänger steht kann theoretisch jeder mit einem WLAN-Gerät alle Daten empfangen die gesendet werden, egal ob es sich um ein Passwort, die Steuererklärung, einen Liebesbrief oder einfach nur die Daten des Online-Spiels sind. Die entsprechenden Programme vorausgesetzt kann er diese Datenpakete dann auch wieder in lesbare Dateien umwandeln. Und da auf einem solchen Rechner dann gern auch mal ein paar Ordner freigegeben sind kann er auch aktiv auf diese zugreifen.

Und wie schon geschrieben: Jeder kann diese offene Verbindung nutzen um im Internet zu surfen, was derjenige dabei macht kann keiner kontrollieren den die Anbieter speichern maximal die Einwahl, aber nicht welcher Rechner das war.

WEP

WEP (Wired Equivalent Privacy) ist die einfachste und älteste Verschlüsselung die auch auf allen von Alice versandten Geräten voreingestellt ist. Die Länge des einzugebenden Schlüssels beträgt 5 Zeichen (bei 64bit) oder bis zu 13 Zeichen (bei 128bit) wenn sie als ASCII Zeichen eingegeben werden, HEX daher doppelt so viele. Dies sollte beachtet werden weil es Adapter gibt bei denen die mitgelieferte Software nur Eingaben in HEX akzeptiert (z.B. von Belkin). Problematisch ist hier das der Schlüssel im Klartext übermittelt wird, wenn man also genug Datenverkehr mitschneiden kann bekommt man den Schlüssel frei Haus geliefert.

Da diese Verschlüsselungsmethode nach neusten Meldungen mit der entsprechenden technischen Grundausstattung in weniger als einer Minute zu knacken ist sollte man wenn möglich eine höherwertige Verschlüsselung nutzen da diese aber von älteren WLAN-Geräten möglicherweise nicht unterstützt wird ist dies der kleinste gemeinsame Teiler denn auch die allerneusten WLAN-Geräte nach dem n-Draft unterstützen WEP noch.


WPA

WPA (Wi-Fi Protected Access) basiert genau wie WEP noch auf dem Stromchiffre RC4. Da der Schlüssel aber dynamisch generiert wird bietet WPA schon mehr Sicherheit. WPA ist kein eigentlicher Standard sondern eine aus der Not geborene Lösung. WEP war geknackt und unsicher, der geplante Nachfolger aber noch nicht fertig. Man hat daher auf WEP aufbauend die schon verabschiedeten Teile des neuen Standards eingebaut und das Ganze als WPA ins Feld geworfen. Die Authentifizierung erfolgt entweder über PSK (Pre-Shared Key) oder EAP (Extensible Authentication Protocol). Die Schlüssel können hier bis zu 63 Zeichen (Buchstaben und Zahlen) lang sein und hier kann man tatsächlich einmal sagen "Die Länge machts!". Man sollte also die Anzahl der Zeichen so weit wie möglich ausnutzen und keine Begriffe aus einem Wörterbuch, Namen oder Geburtsdaten nutzen sondern lose Buchstaben und Zahlenfolgen.

Der Vorteil dieser Folgen liegt auf der Hand. Was keine Regelmässigkeit hat läßt sich nicht erschließn sondern nur durch ausprobieren herausbekommen und bei 63 Zeichen sind die Möglichkeiten schon exponentiell. Der Vorteil ist allerdings auch der Nachteil solcher Folgen. Es gibt halt nur wenige Menschen die sich eine 63 stellige wahllose Buchstaben und Zahlenfolge merken können. Auch Groß- und Kleinschreibung und Sonderzeichen sollten eigentlich unterstützt werden, das kann aber bei älteren Geräten zu Problemen führen, hier ist also ein wenig Trial and Error angesagt. Zu beachten ist hier das bestimmte Sonderzeichen (z.B. ä, ö, , ü, ß) teilweise auf dem Rechner nicht vorkommen und auch nicht immer gleich codiert werden, sogar bei aktuellen Betriebssystem soll es hier Unterschiede zwischen Windows und Mac geben. Im Einzelfall sollte zum Testen also die Verschlüsselung kurzfristig abgeschaltet werden um sicherzustellen das eine Verbindung generell möglich ist. Und da man ja für jedes System ein anderes Passwort nehmen soll um Angreifern keine Rückschlüsse zu erlauben hat das zur Folge das man sich die Passwörter notiert, und damit ist die Sicherheit wieder dahin.

Eine gute Möglichkeit solche anscheinend wahllosen Folgen zu erzeugen ist es sich einen Merksatz zu bilden und die Anfangsbuchstaben zu nehmen, gegebenenfalls wenn unterstützt auch mit Groß- und Kleinschreibung. Aus "So merke ich mir das Passswort für meinen Internetzugang" wird dann "SmimdPfmI". Durch das aus dem amerikanischen bekannte umwandeln von Wörtern in Zahlen kann man auch Zahlen miteinbinden, oder man schreibt im Text vorkommende Zahlen einfach nicht aus. Wie man sieht kann man schon aus diesem kurzen Satz ein 9-stelliges Passwort erzeugen das auf den ersten Blick vollkommen sinnlos erscheint, sich aber einfach merken läßt. Mit ein wenig Phantasie kann man längere eigene Sätze, aber auch Zitat oder Liedertexte entsprechend umwandeln, und wem fällt es schon auf wenn jemand hin und wieder den Refrain seines Lieblingsliedes vor sich hinsingt...

Ein mit ausreichend langen Schlüssel versehendes WPA Netzwerk dürft auch heute noch kaum zu knacken sein.

WPA2

WPA2 ist der Nachfolger von WPA und basiert nicht mehr auf dem Verschlüsselungschiffre von WEP sondern auf AES. Auch hier ist wie bei WPA ein Schlüssel von bis zu 63 Zeichen möglich. Die Einrichtung und Sicherheit entspricht im Großen und Ganzen der von WPA, wobei hier durch den neuen Chiffre auch das Auslesen des Schlüssels aus dem Datenstrom erschwert wird.

Sowohl WPA als auch WPA2 sind bisher nur per Brute-Force geknackt worden, also durch ausprobieren aller möglichen Passwörter. Wenn ein Passwort mit entsprechender Länge mit großen und kleinen Buchstaben und Zahlen sowie Sonderzeichen genutzt wird dauert es auch mit aktueller Hardware unverhältnismässig lange um hier Erfolg zu haben. Wenn ich mich recht entsinne würde schon für ein 20 stelliges Passwort aus großen und kleinen Buchstaben sowie Zahlen mit mehreren Monaten bis zu Jahren durchgehender Arbeit nötig sein um das Passwort zu knacken, wird das Passwort noch länger und enthält auch noch Sonderzeichen sollte es auch mit zukünftiger Hard- und Software nicht mehr in einem Menschenleben zu knacken sein.

Installation und Konfiguration

Wenn möglich sollte ein WLAN-Gerät in genügender Höhe, ca. 1,50 Meter, so angebracht werden dass es nicht von anderen Gegenständen abgedeckt wird. Des Weiteren sollte ein Abstand von mindestens zwei Metern zum Empfänger vorhanden sein, ansonsten kann es dazu kommen dass sich die Geräte gegenseitig stören.

Sofern das Gerät eine bewegliche Antenne hat sollte diese optimal ausgerichtet werden. Hierbei ist die Senderichtung der Antennen zu beachten. Die handelsüblichen Antennen senden nicht wie viele Leute meinen in alle Richtungen in gleicher Stärke (kugelförmig) sondern wenn man es sich bildlich vorstellt wie eine Scheibe mit der Antenne als Nabe in der Mitte. Auch „oberhalb“ dieser Scheibe wird selbstverständlich gesendet, hier ist die Sendeleistung aber geringer. Man sollte also nicht mit der Antenne auf den Empfänger „zielen“ sondern die Antenne mehr oder weniger im Rechten Winkel zum Empfänger ausrichten.

Auf der Empfänger- (= Rechner) seite sieht das Ganze ähnlich aus, wobei es hier unterschiedliche Konfigurationen gibt. In einem neueren Notebook ist oft schon ein WLAN-Adapter verbaut. Hier liegen die Antennen im Display verborgen. Leider ist von außen nicht erkennbar wie viele Antennen eingebaut sind. Üblich ist bei einem Adapter der nur 802.11b unterstützt eine Antenne, bei 802.11g zwei und bei 802.11n drei, sind aus Kostengründen weniger Antennen verbaut sinkt die mögliche Bandbreite. Teilweise erheblich. Da sich dies selbst bei von außen identischen Geräten unterscheiden kann ist es hier wirklich ein Glücksspiel ein entsprechend gut ausgestattetes Gerät zu erhalten.

Geht es darum WLAN nachzurüsten gibt es mehrere Möglichkeiten. Per USB-Stick, USB-Adapter, PCMCIA-Karte im Notebook oder PCI, bzw. PCIexpress-Karte im PC.

All diese Lösungen haben Ihre Vor- und Nachteile.

USB-Stick

Der USB-Stick ist die einfachste Lösung und immer und überall einsetzbar, egal ob PC, Notebook oder Mac. Aber man ist immer an einen erreichbaren USB-Anschluss am Rechner gebunden. Bei einem Notebook steht dann ein Gerät seitlich heraus, wenn man das Gerät mobil nutzen möchte besteht immer die Möglichkeit dass man hängen bleibt und Stick oder Notebook beschädigt. An einem PC liegen die USB-Ports oft auf der Rückseite. Das bedeutet nicht nur das übliche Suchen des Anschlusses im Gewirr der Kabel, der Rechner schirmt durch seinen Metallkörper ggf. auch den Stick ab.

USB-Adapter

Hier hat der USB-Adapter einen Vorteil. Er ist zwar auch auf die USB-Ports am Rechner angewiesen hat aber in der Regel ein mehr oder weniger langes Kabel mit der Antenne am Ende. Hier hat man also die Möglichkeit die Antenne besser zu positionieren.

PCMCIA

Die PCMCIA-Karte kommt einfach in den entsprechenden Port am Notebook, sie steht nur wenig heraus ist also auch für einen mobilen Einsatz geeignet. Da die mir bekannten Karten entweder eine eingebaute Antenne haben oder eine kleine drehbare ist das Problem mit der Positionierung mit der eines USB-Sticks vergleichbar.

PCI-Karte

PCI-Karten werden in den Rechner eingebaut, belegen also keine Ports die man für andere Geräte benötigt. Man muss den Rechner aber öffnen, was ja nicht jedermanns Sache ist. Auch hier haben wir nur die kleine Antenne hinten am Rechner, also nicht grade in der optimalen Position. Es gibt PCI-Karten die eine PCMCIA-Karte aufnehmen, die Vor- bzw. Nachteile bleiben die Gleichen.

Auf jeden Fall sollte man auch bei einem neuen Gerät sofort auf der Herstellerseite nach einem Update für den WLAN-Adapter am Rechner suchen, teilweise bringen die Geräte mit den mitgelieferten Treibern keine oder nur eine sehr schlechte Verbindung zustande. Das Gleiche gilt auch für selbst gekaufte Router, da bei den von Alice gelieferten Geräten die Konfiguration nicht geändert werden darf gibt es für diese Geräte bisher keine Updates.

WLAN Probleme

Informationen zu möglichen Problemen mit der WLAN Verbindung findet man hier

Persönliche Werkzeuge