Stecker
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Allgemeines
Wie überall wo unterschiedliche Geräte miteinander verbunden werden müssen gibt es auch hier eine Reihe unterschiedlicher Stecker, und selbstverständlich hat auch jeder Steckertyp einen bestimmten Namen. Um hier ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen möchte ich die wichtigsten Steckertypen kurz vorstellen.
TAE-Stecker
Hierbei handelt es sich um die in Deutschland üblichen, in der Regel schwarzen Stecker die in die Telefondose kommen. Man findet diese Stecker an analogen Endgeräten (Telefon, Fax, Anrufbeantworter etc.), dem Anschlusskabel des Splitters zur TAE oder am entsprechenden Kabel des NTBA.
Man unterscheidet diese Kabel nach der Kodierung. Telefondosen sind meist N - F - N kodiert, die genaue Belegung ist entweder mit Buchstaben oder Symbolen eingeprägt.
F-Kodiert
Das F steht hier für Fernsprecher oder wie man die Geräte heutzutage nennt: Telefone. Bei den heutzutage üblichen Telefondosen mit drei "Schlitzen" ist das in der Regel der mittlere. Meist sind diese an der TAE auch mit einem eingeprägten F oder einem Telefon-Symbol gekennzeichnet. Schaut man sich den "Schlitz" oder den Stecker genauer an stellt man fest dass der unterste Steg etwas breiter ist, man bekommt also theoretisch nur diesen Stecker in das entsprechende Loch, mit der entsprechenden Gewalt allerdings...
Daher: wenn der Stecker nicht passt dann passt er nicht! da hilft dann auch der Einsatz einer Feile oder eines Messers nicht. Damit bekommt man zwar den Stecker "passend", da die interne PIN-Belegung aber abweicht wird dies bestenfalls zu eingeschränkter Funktion, in der Regel aber zu Null-Funktion führen.
N-Kodiert
Das N kann man auf verschiedene Weise übersetzen, umgangssprachlich hat sich aber der Begriff Nebenstellen-Anschluss eingebürgert. An der TAE findet man hier entweder ein N oder ein durchgestrichenes Telefon-Symbol. Hier werden Faxgeräte, Anrufbeantworter etc. angeschlossen. Bei N-kodierte Steckern ist der zweite Steg von oben etwas breiter, sie passen daher auch nur in diese Steckplätze. Siehe hier auch den Hinweis unter F-Kodiert.
ACHTUNG: Viele Faxgeräte bieten mittlerweile auch einen voll funktionsfähigen Telefonanschluss, bzw. sogar die Möglichkeit weitere Telefone anzuschließen. Bei diesen Geräten kann es passieren das man F-kodierte Kabel findet. Wenn man den Stecker also nicht hereinbekommt sollte man sich das Teil einmal genau ansehen, gegebenenfalls das Handbuch zu Rate ziehen und einfach mal das F-kodierte Loch testen.
Westernstecker
Der Name "Westernstecker" hat nichts mit dem wilden Westen zu tun sondern geht auf die amerikanische Firma Western Electric zurück die diese Steckerform als erste eingesetzt hat. Die auch RJ (engl. = Registered Jack = genormte Buchse) genannten Stecker haben sich in verschiedenen Bauformen im Telekommunikations- und Computerbereich durchgesetzt. Es handelt sich hierbei um unterschiedlich große, in der Regel durchsichtige, viereckige Plastikstecker mit unterschiedlicher PIN-Belegung. In Deutschland findet man eigentlich nur drei dieser Steckerformen.
RJ-9 / RJ-10
Eine genaue Beschreibung der Unterschiede habe ich nicht gefunden, ich vermute er liegt in der PIN-Belegung. Diese Stecker findet man nur an den Kabeln von Telefonhörern.
RJ-11
Hierbei handelt es sich um die üblichen kleinen Stecker mit denen die Kabel an den Endgeräten (Telefon, Fax etc.) eingesteckt werden. auch an einigen Modems nutzen die Hersteller solche Stecker um (erfolglos) sicherzustellen das nur die mitgelieferten Kabel genutzt werden. Auch der Steckplatz eines analogen Modems hat diese Norm, man findet daher an Notebooks oft zwei von der Form her identische aber unterschiedlich breite Ports. Schmal = analoges Modem, breit = Netzwerkkarte.
ACHTUNG: RJ-11 Stecker passen ohne Probleme in einen RJ-45 Port, sitzen dort aber naturgemäss nicht so sicher. Teilweise funktionieren solche Anschlüsse sogar wenn die PIN-Belegung übereinstimmt, es kann aber durch Bewegungen und dadurch entstehende falsche Kontakte zu einem Kurzschluss kommen durch den die Geräte beschädigt werden können.
RJ-45
Die "breite" Version des RJ-11 Steckers, diesen Stecker findet man bei ISDN Anschlüssen, sowohl am NTBA als auch auf Seite der Endgeräte, und in Computernetzwerken (LAN] oder Ethernet). Eigentlich wären dies RJ-48, RJ-49 oder RJ-61 Stecker umgangssprachlich hat sich aber RJ-45 eingebürgert.
ACHTUNG: Auch wenn an den Enden der Kabel identische Stecker hängen bedeutet das nicht dass auch das gleiche im Kabel drin ist. Dies betrifft ganz besonders das Thema Abschirmung. Für eine ISDN Verbindung kann man im Endeffekt fast jedes Kabel nehmen bei dem man RJ-45 Stecker findet, für ein Netzwer sollte da zumindest Cat.5 (Abschirmung der Kategorie 5) draufstehen, dann kann man bis zu 100 Meter lange Kabel nutzen. Wenn man tatsächlich solche Strecken zurücklegen will (oder muss) sollte man aber kein normales Patchkabel nehmen, auch wenn es rein technisch funktioniert, sondern ein entsprechendes Verlegekabel. Kostet zwar mehr, ist aber stabiler und trotz gleicher Kennzeichnung soll Gerüchten zufolge die Abschirmung hier noch etwas besser sein.
Sonderformen
Hierbei handelt es sich eigentlich um ganz normale RJ-Stecker bei denen nur die Rasternase seitlich versetzt wurde um ein versehentliches "falschverbinden" zu verhindern. Dies geschieht entweder weil man aus welchen Gründen auch immer eine vom Standard abweichende PIN-Belegung genutzt hat oder weil man sicherstellen möchte das wirklich nur die mitgelieferten Kabel genutzt werden. Man findet so etwas z.B. am TAE-Anschlusskabel eines NTBAs.

