Analog

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... ISDN oder DSL


Inhaltsverzeichnis

Allgemein

Analog und ISDN? Sollten hier nicht nur DSL Begriffe stehen? Richtig! Da aber vielen Nutzern zum Einstieg die Unterscheidung schwerfällt versuche ich das noch mal ganz einfach aufzudröseln.

Man kann über alle unten genannten Techniken eine Internetverbindung herstellen, aktuell wird aber fast nur noch DSL für die Internetverbindung angeboten da nur hier eine vernünftige Bandbreite erreicht werden kann. Internetverbindung über analoge oder ISDN Technik findet man eigentlich nur noch im "ländlichen" Raum, also da wo der nächste Hauptverteiler (MDF = Main Distribution Frame) zu weit entfernt ist um noch eine stabile Nutzung zu ermöglichen (siehe die begrenzenden Faktoren unter Bandbreite) oder wo die T-Com in weiser Voraussicht auf die technische Entwicklung Glasfaser in den Boden gelegt hat. Im Gegensatz zu früher findet man an einem Desktop-PC heutzutage standardmässig auch keine Anschlüsse mehr für diese Technik, nur bei Notebooks findet sich meist noch ein integriertes analoges Modem, wohl um dem Reisenden auch im Hotel die Verbindung mit der Aussenwelt zu ermöglichen. Da zumindest größere Hotels aber mittlerweile auch schon Netzwerkanschlüsse, teilweise sogar per WLAN-Hotspot anbieten und man sein Notebook ja auch per Handy mit dem Internet verbinden kann ist damit zu rechnen dass dieser Anschluss wie auch schon der serielle Port zu einer aussterbenden Gattung gehört.


Bei Alice gibt es NUR noch Anschlüsse die die Internetverbindung per DSL realisieren. Ist an einem Standort die dafür notwendige Bandbreite nicht erreichbar wird der Anschluss in der Regel gekündigt oder in ein Produkt umgewandelt bei dem der Kunde nicht mehr für eine DSL Verbindung zahlen muss (Time-Tarif). Es gibt hier also eine strikte Trennung:

analog und ISDN = Telefon

DSL = Internet

Die hochfrequenten DSL-Signale laufen parallel zu den niederfrequenten Telefonsignalen.


Für den Fall der Fälle bietet Alice eine Internet-by-call genannte Funktion die allerdings nur an Alice und T-Com Anschlüssen funktioniert da der Anbieter entsprechende Dinge Vreischalten muss. Aus dem Ausland funktioniert dies nicht.

Hiermit kann man sich also auch aus dem kleinen Dorfhotel über das Zimmertelefon einwählen.

Einwahlrufnummer: 0192312

Benutzername: alice

Passwort: direkt


Achtung: die Verbindung wird dann im Minutentakt direkt über den Anschluss von dem man sich einwählt abgerechnet. Kosten pro Minute liegen je nach Standort zwischen 0,99€ und 1,49€, Preise können bei Alice erfragt werden. Dies sollte man im Auge behalten da sonst von einer nicht unerheblichen Rechnung überrascht werden könnte.

Analog

Ein analoger Telefonanschluss ist das was wir "von früher" her kennen. In die Telefondose kommt der Stecker vom Telefon und wenn einer anruft klingelt's. Fertig!

Die ersten Internetverbindungen wurden über solche Anschlüsse realisiert indem man ein sogenanntes analoges Modem. Oft hört man hier auch den Begriff Faxmodem oder Sprachmodem. In diesem Fall hatte das Modem eine Faxfunktion, man konnte also Texte direkt vom Rechner als Fax versenden ohne Papier dazwischen, oder sie hatten einen eingebauten AB. Die ersten mir bekannten Geräte arbeiteten mit einer Bandbreite von 14,4 kbit/sek.

"Ältere" Menschen entsinnen sich noch an diese Zeit, ein Modem hatte Hayes-kompatibel zu sein (die Firma Hayes hatte den ersten "richtigen" Modems entwickelt und damit einen Standard geschaffen) und wenn Probleme auftraten (und leider nicht nur dann) musste man den AT-Befehlssatz bemühen um mit seiner Hardware ins "Gespräch" zu kommen. Auch das Fax-ähnliche Gedudel und Gepiepe bleibt im Ohr.

Die nächsten Jahre sahen eine "rasante" Entwicklung der Bandbreite über 28,8 kbit/sek., dann 36,6 kbit/sek und endlich 56,6 kbit/sek. und nebenbei auch eine Erweiterung des geliebten AT-Befehlssatzes, wobei da gern mal ein Hersteller seine eigenen Befehle zusammenzauberte (erinnert einen an heute, damals konnte man wenigstens noch mit jedem Browser jede Seite öffnen und die sahen immer gleich aus). Wenn man diese Werte mit den heute möglichen (und nötigen) [[Bandbreite}}n vergleicht muss man sicher schmunzeln, da damals aber auch noch komplette Textverarbeitungsprogramme auf 7 Disketten a 1,44 MB ausgeliefert wurden und das Internet nicht nur aus Bildern und Flash bestand kam man beim reinen Surfen ganz gut damit zurecht. Gut, es gab tatsächlich noch einen "Seitenaufbau" den man so nennen konnte, eine Seite war nicht nach Sekunden da sondern brauchte schon mal ne Minute, aber das passte alles noch.

Nachteil an der Sache war natürlich das man wie auch heute noch bei einem analogen Anschluss üblich nur eine Verbindung öffnen kann. Wenn man im Internet surft ist das Telefon tot, aber damit konnte man leben. Man kannte es halt nicht anders.

Aber es war wie immer trotzdem zu langsam, daher...


ISDN

ISDN ist im Endeffekt eine digitale Weiterentwicklung der analogen Telefontechnik. Auf die technischen Unterschiede wollen wir hier nicht weiter eingehen, für den Surfer waren eigentlich nur zwei Punkte interessant:

1. Man hat zwei Leitungen, kann also beim Surfen nebenbei auch noch telefonieren.

2. Die Bandbreite liegt bei sagenhaften 64 kbit/sek!!!

Die entsprechende Technik vorausgesetzt konnte man bei einigen Anbietern sogar eine Kanalbündelung nutzen. Dann konnte man zwar schon wieder nicht telefonieren, es wurden aber beide Leitungen parallel für die Verbindung genutzt, man kam damit also auf 128 kbit/sek.

ACHTUNG: Da man bei der Kanalbündelung beide Leitungen nutzt zahlt man auch für beide, also nicht wundern wenn die Rechnung geringfügig höher ausfällt.


DSL

DSL nutzt zwar die gleiche Leitung, arbeitet aber in einem anderen Frequenzbereich. Die Signale laufen daher parallel zur Telefonie, eine Beeinflussung findet weitgehend nicht mehr statt. Da um eine saubere Trennung sicherzustellen werden einige mittlere Frequenzbereiche ausgeblendet was im Einzelfall zu einer nicht 100%tig optimalen Sprachqualität bei einer ISDN Verbindung führen kann (analog nutzt diesen Frequenzbereich nicht), das merkt man meist aber gar nicht. selbst bei einer wirklich schlechten DSL Verbindung hat man 386 kbit/sek. wenn selbst das nicht mehr möglich ist gibt es auch kein DSL von der T-Com, und auch bei Alice muss man ganz explizit sagen "Ja, ich weiß dass das langsam ist und vielleicht auch mal abbricht, da ich aber nichts besseres bekommen kann will ich genau das haben."

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